Das Filmhaus macht auf unbestimmte Zeit Pause. Im Folgenden Informationen zum
Programm des ersten Halbjahres 2004.
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Filme sehen & verstehen
Dokumentarfilme ohne Kommentar
Liebe Filmfreunde, Liebe Filmfreundinnen,
Filme sehen und verstehen - eigentlich normal im Aachener Filmhaus. Die Bildprojektion des 16mm-Projektors ist
optimal. Akustisch kommt der Ton in Qualität "1 A" über die Anlage (Danke Charly!). Vor der
Filmvorführung gibt es immer eine nette Begrüssung sowie eine Einführung - und am Filmabend
könnt Ihr in der gemütlichen Gaststätte "Hauptquartier" noch über das soeben
Gesehene miteinander sprechen.
Wenn Dokumentarfilmemacher auf einen gesprochenen Kommentar verzichten, vertrauen sie nur auf die Kraft ihrer
Bilder und Töne - und rechnen verstärkt mit Eurem Mitdenken. In unserer kleinen Filmreihe haben sich
die Regisseure und Kameraleute (hier oft identisch) bei ihrer Bilderproduktion für unterschiedliche
Strategien entschieden: vom festen Kamerastandpunkt, dem schrittweisen Herangehen, dem Streifzug durch die
Orte bis zur fliessenden Kamerafahrt.
Die Vorführung am 08.06. ("Der Ball ist ein Sauhund") fällt aus.
Gewesene Vorführung am 25.05.2004:
Leben - BRD D 1990 Dokumentar-, Essay- und "Spielfilm" von Harun Farocki
Kamera: Ingo Kratisch (83 min.)
Das Leben will gelernt sein: Training ersetzt den Ernstfall. Je größer die Angst
um die eigene Existenz, um so gründlicher die Vorbereitung in Rollenspielen.
Die Aufführungen der Miniatur-Dramen und -komödien gehen an insgesamt 46
Schauplätzen über die Bühne: Behörden, Schulen, Selbsthilfegruppen, Sozialstationen, Fortbildungsstätten
und Kliniken. Auf dem Spielplan steht u.a.: Frauen üben Kinderkriegen, Polizisten
stellen Polizisten und renitente Alkoholiker dar, Versicherungsvertreter proben das
Kundengespräch, Soldaten den Feindkontakt auf dem Übungsplatz... In dem Sinne: Türe auf !
Homepage von Harun Farocki
Gewesene Vorführung am 27.04.2004:
Vom Fluss - River Colors D 1994 Dokumentar- und Experimentalfilm von Christoph Janetzk
Filmtoncollage: Makin Fung Bing Fai (60 Min.)
Langsame Kamerafahrten in einem treibenden Boot entlang den Kanalsystemen
(Klongs) in Thailand.
Der Zuschauer fährt auf gleicher Augenhöhe mit. Die Holzhäuser an den Ufern
sind zum Wasser hin weit geöffnet: diese offene Lebensweise der Einwohner
ist Grundlage für die visuelle Konzep-tion des Filmes. Wenn es
der grüne "Vorhang" am Rand gestattet, gibt es immer wieder neue Ein- und
Durchblicke: auf Wohnstätten, Tempelanlagen und die Menschen am Fluss.
Einzelheiten lösen sich aus dem Gesamtbild - und verlieren sich wieder bei
der Überlagerung der Bildebenen. Eine neue Welt aus Raum und Zeit entsteht.
Ein Film wie ein gigantisches Rollbild. Wunderbar entspannend - aber immer
anregend.
Infos über Regisseur/"Director's Statement" (englisch)
Besprechung bei variety.com (englisch)
Gewesene Vorführung am 30.03.2004:
Geschichte der Nacht CH 1978 Dokumentar- und Esayfilm von Clemens Klopfenstein s/w 63 Min.
150 Nächte "gleichzeitig" an 18 verschiedenen Orten in Europa.
Eine Sammlung von ruhigen, meditativen Bildern und Tönen. Gedreht auf hochempfindlichem
Schwarzweiss-Filmmaterial. Die Kamera am Auge als Beobachter und Flaneur: atmend, schwebend, wachträumend.
Geschichten entstehen im Kopf, Schattenbilder, Tonbilder ...
Gewesene Vorführung am 02.03.2004:
Fontaine de Vaucluse D 2002 Dokumentar- und Experimentalfilm von Wolfgang Lehmann und Florian Krautkrämer 65 Min.
Vorbericht zur Kinopremiere 2001 im Kino im alten Wiehrebahnhof, Freiburg
Gewesene Vorführung am 17.02.2004:
El Valley Centro USA 1999 Dokumentar- und Experimentalfilm von James Benning (Kamera und Mikrofon) 90 Min.
Filmkritik von filmtext.com
Filmtext bei 3sat.de
Filmbesprechung der "Jungle World"
Und hier noch der während der Filmvorführung genannte Link:
The Center For Land Use Interpretation
Das komplette Programm der Spielzeit Februar - Juni 2004 ist hier als PDF-Datei (64 k) verfügbar (zum Download mit der rechten
Taste anklicken und "Ziel speichern unter ..." bzw. "Link Datei speichern unter ..." wählen).
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